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Haushaltsnahe Dienstleistungen

Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen gem. § 35a EStG werden steuerlich stärker gefördert. Berücksichtigt werden einheitlich 20 % der Aufwendungen, die unterschiedlichen Prozentsätze entfallen. Im Einzelnen können ab 2009 folgende Ermäßigungen beansprucht werden:

  • Bei haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen und Dienst- sowie Pflege- und Betreuungsleistungen höchstens 4.000 EUR im Jahr,
  • für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse bei geringfügigen Beschäftigungen höchstens 510 EUR im Jahr (unverändert) und
  • für Handwerkerleistungen ohne Materialkosten (Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen) höchstens 1.200 EUR (unverändert) im Jahr. Diese Verdopplung der Höchstgrenze soll zwei Jahre nach Inkraftreten überprüft werden, ob die verbesserte Absetzbarkeit wirksam ist.

Dabei entfällt die Regelung, dass Aufwendungen für jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen für den Abzug dem Grunde nach nicht vorgelegen haben, um ein Zwölftel zu vermindern sind.

Die Vorschriften sollen zudem vereinfacht werden. Die beiden Pflegepauschbeträge nach § 33a Abs. 3 EStG entfallen und werden in § 35a EStG einbezogen. Damit kann die Steuerermäßigung auch in Anspruch genommen werden für

  • die Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen
  • Aufwendungen, die einem Steuerpflichtigen wegen der Unterbringung in einem Heim oder zur dauernden Pflege erwachsen, soweit darin Kosten für Dienstleistungen enthalten sind, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind.

Der Vorteil im Vergleich zu dem bisherigen Abzug als außergewöhnliche Belastung liegt darin, dass der Abzug von der Steuerschuld unabhängig vom individuellen Steuersatz ist und sich somit für Steuerpflichtige mit geringer Progression günstiger auswirkt.

Quelle: www.haufe.de

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